Rezepte

Gebackener Rosenkohl mit Frühlingskräuter-Aioli

6. April 2018

In Frühlingskräutern und frisch geriebenem Parmesankäse gebackener Rosenkohl – So habt Ihr Parmesan sicher noch nie gegessen! 

Rosenkohl ist ein absolut verkanntes Gemüse. Also zumindest meiner Meinung nach. Es gibt kaum ein anderes Gemüse (außer vielleicht Brokkoli), dass die Lager mehr spaltet.
Man liebt ihn oder man hasst ihn. Etwas dazwischen gibt es glaube ich nicht.
Die Abneigung beginnt oft in der Kindheit. Als Kind ist die Geschmacksrichtung bitter im Allgemeinen eben noch nicht so beliebt.
Ob Kaffee, Chicorée oder eben Rosenkohl – damit kann man die wenigsten Kinder vom Spielplatz locken.
Evolutionsbedingt war es sogar sehr sinnvoll, Bitterkeit abzulehnen. Denn dieser Geschmack ist auch ein Indiz dafür, dass Lebensmittel giftig sind. Zumindest früher war es also
ganz natürlich, bitter schmeckendes abzulehnen. Heute wissen wir natürlich von den meisten Pflanzen, on wir sie essen können oder nicht.

Was Essen betrifft, war ich allerdings schon immer ein sonderliches Kind. Denn ich mochte schon immer alles gern. Klar, einiges mag ich noch immer lieber, als anderes,
aber je vielfältiger die Geschmäcker sind, desto zufriedener bin ich. Artischoken, Oliven, Sardellen, Anchovies, Kapern? Das alles mochte ich schon als Kind einfach unglaublich gern!
Rosenkohl gehörte auch dazu! Ich muss aber zugeben, dass meine Mutter immer eine Prise Zucker an den Kohl gegeben hat, und das schmeckt einfach himmlisch.
Bis heute gönne ich mir und dem Kohl oft eine kleine Prise des (bösen) weißen Zaubers. Mmmmh!

Bitter? Längst nicht mehr

Dieser Rosenkohl hier schmeckt gar nicht bitter. Er hat eine Panade aus frischen Frühlingskräutern und Parmesan. Das nimmt ihm jegliche Bitterkeit.
Er schmeckt crunchy, einen Hauch cheesy und vor allem absolut nach Frühling. Im inneren bleibt der Kohl schön saftig und auch kalt schmecken die Köpfchen unheimlich gut.
So richtig komplett wird es allerdings erst mit dem Dip! Eine frisch angerührte Kräuter-Aioli aus denselben Frühlingskräutern, die auch schon den Rosenkohl in der Panade ummanteln. Herrlich!

Frühlingskräuter-Aioli

Eine Aioli besteht grundsätzlich aus Ei, Öl und Knoblauch. Mehr ist es nicht. Wenn man das einmal verstanden hat und merkt, wie schnell und einfach eine Aioli selber herzustellen ist, möchte man nie wieder
eine kaufen! Das versichere ich Euch!
Als ich zum ersten Mal eine (Bärlauch-) Aioli machen wollte, hat es überhaupt nicht hingehauen. Mein Fehler war, dass die Zutaten unterschiedliche Temperaturen hatten. Das Öl war zimmerwarm und
die Eier kamen eiskalt aus dem Kühlschrank. Das Fazit: Die Aioli blieb flüssig. Ich hatte keine Chance.
Also aufgemerkt: Es müssen alle Zutaten entweder kalt oder warm sein. Nicht das eine so und das andere so. Wenn das klar ist, ist alles andere wirklich super easy.
Vor allem mit den dazu gerührten Kräutern schmeckt dieser Dip wirklich herrlich! Nach Knoblauch und Frühling!


Rosenkohl | Health Benefits

  • Rosenkohl ist ein guter, pflanzlicher Eiweißlieferant
  • Enthält viele, sehr nützliche, sekundäre Pflanzenstoffe
  • Enthält soviel Vitamin C, wie kaum ein anderes Gemüse
  • Enthält soviel Kalium, wie kaum ein anderes Gemüse
  • Wirkt antioxidativ und entzündungshemmend

 

Frühlingskräuter | Health Benefits

  • Dill – Hilft gegen Verdauungsbeschwerden
  • Gartenkresse – Enthalten Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure
  • Petersilie – Stärkt durch hohen Vitamin C-Gehalt das Immunsystem und wirkt beruhigend auf den Magen
  • Schnittlauch – wirkt antibakteriell
  • Kerbel – Wirkt entgiftend, verdauungsregulierend und kann auch bei Kopfschmerzen helfen

 

 

Gebackener Rosenkohl mit Frühlingskräuter-Aioli
 
Autor:
Zutaten
  • 500 g Rosenkohl
  • 100 g Parmesan
  • 50 g Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 3 EL Dinkelmehl (oder anderes Mehl)
  • 1 Handvoll Frühlingskräuter, gehackt (Dill, Kerbel, Schnittlauch, Petersilie, Kresse...)
  • Für die Aioli:
  • 1 Eigelb (Zimmertemperatur)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150ml Olivenöl (Zimmertemperatur)
  • Salz&Pfeffer
  • 1 (kleine) Handvoll Frühlingskräuter, gehackt
Was ist zu tun?
  1. Für die Aioli: Das Eigelb schaumig schlagen. Danach das Öl tröpfchenweise hinzugeben und dabei mit dem Handrührgerät immer weiter schlagen, sodass die typische, dicke Aioli-Konsistenz entsteht.
  2. Anschließend die Knoblauchzehen schälen und durch eine Presse drücken. Knoblauch und sehr fein gehackte (oder im Food Processor zerkleinerte) Kräuter unterrühren. Abgedeckt kalt stellen und ziehen lassen.
  3. Für den Rosenkohl: Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  4. Rosenkohl vom Strunk und den ersten Blättern befreien.
  5. In einer Schüssel das Ei aufschlagen, in einer anderen das Mehl bereitstellen und in einer 3. Schüssel Parmesan, Kräuter und Semmelbrösel für die Panade zusammenstellen.
  6. Rosenkohl erst in Mehl wälzen, dann ins Ei geben und anschließend mit der Panade ummanteln.
  7. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ca. 15 Minuten backen.

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